Stolpersteine in Biesenthal
Erinnerungsarbeit von Elliot Müller
Stolpersteine sind ein europaweites Kunst- und Erinnerungsprojekt des Künstlers Gunter Demnig. Seit den 1990er-Jahren werden kleine, quadratische Messingtafeln (10 × 10 cm) in den Gehweg eingelassen, meist vor den letzten frei gewählten Wohnorten von Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.
Auf jedem Stolperstein stehen in knapper Form:
- der Name der betroffenen Person
- Geburtsjahr
- Schicksal (z. B. Deportation, Ermordung, Flucht)
- Ort und Jahr des Todes (wenn bekannt)
Die Idee dahinter ist, das Erinnern in den Alltag zu holen: Man „stolpert“ nicht körperlich, sondern gedanklich – hält kurz inne, liest einen Namen und erkennt, dass Verfolgung und Gewalt mitten aus der Nachbarschaft heraus geschahen.
Heute gibt es zehntausende Stolpersteine in vielen europäischen Ländern, sie gelten als das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Häufig werden sie von Kommunen, Schulen, Initiativen oder Heimatvereinen recherchiert, finanziert und begleitet.
DIe Stadt Biesenthal und der Heimatverein der Stadt haben dank Elliot Müller im Jahr 2025 erste Schritte unternommen, um diese Art der Erinnerungskultur auch vor Ort umsetzen zu können.
Im Folgenden möchten wir einzelne Pesonen vorstellen, an die wir erinnern möchten.
