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Frühjahrsexkursion am 9.6.2007 nach
Ribbeck im Havelland
14 Mitglieder und Gäste des
Heimatvereines Biesenthal unternahmen am 9.6.07 die traditionelle
Frühjahrsexkursion, diesmal nach Ribbeck im Havelland.
Wir
wandelten bei herrlichem Wetter auf den Spuren Fontanes und fanden
seinen Birnbaum, den er in seinem uns noch gut bekannten Gedicht
besungen hat, neben der liebevoll rekonstruierten Pfarrkirche. Ein
Kuriosum, der Birnbaum, der 4. in der Folge, stammt aus der den älteren
Biesenthalern dem Namen nach sicherlich bekannten Baumschule Lorberg.
Nach Erläuterungen zur Geschichte derer von Ribbeck, Besuch des
interessanten Pfarrgartens, des historisch gestalteten Schulzimmers und
des Friedhofs kamen wir in den Genuss eines Kirchenkonzertes in der
Kirche, das uns mit Chormusik aus 5 Jahrhunderten vom Extra Chor
Brandenburg unter der Leitung von K. Drewing und der Sopranistin T.
Schwarzkopf in eindrucksvoller Weise nahe gebracht wurde.
Für das
leibliche Wohl sorgten die Mitarbeiter der Ribbeck-GmbH mit einem
vorzüglichen Linsengericht und selbstgebackenem Kuchen.
Wie /
11.06.2007
Glückwunschadresse
des Heimatvereins Biesenthal e.V. zur feierlichen Namensgebung der
Theodor - Fontane - Oberschule
der Stadt Biesenthal am 24. Februar 2007
Sehr geehrte
Frau Schulrätin Bönig, sehr geehrte Frau Rektorin Kuhl, sehr geehrter
Herr Bürgermeister Stahl, sehr verehrte Gäste, liebe Schülerinnen und
Schüler,
es ist mir eine besondere Freude, als Vertreter des
Heimatvereins Biesenthal e.V. und als ehemaliger Schüler an der
feierlichen Namensgebung der hiesigen Oberschule teilnehmen zu dürfen.
Der Heimatverein beglückwünscht die Stadt Biesenthal, deren offizielle
Vertreter, deren Bürgerinnen und Bürger sowie das Lehrerkollegium und
die Schülerinnen und Schüler zur offiziellen Namensgebung auf das
Herzlichste. Der Name "Theodor-Fontane-Oberschule der Stadt Biesenthal"
ist Ansporn und Verpflichtung für alle in diesem schönen Haus Lernenden
und Lehrenden. Der Heimatverein Biesenthal e.V., der u.a. in seiner
Satzung die Pflege des Heimatgedankens und die Pflege der
Heimatgeschichte zum Ziel hat, ist sehr erfreut darüber, dass die
Offiziellen der Stadt und die Gremien der Oberschule sowie deren
Schülerinnen und Schüler sich in Theodor Fontane eine historische
Persönlichkeit für ihren Schulnamen auserwählt haben.
Was bewog
die Verantwortlichen die Schule nach Theodor Fontane zu benennen und wer
war nun Theodor Fontane und was zeichnet ihn als Namensgeber aus? Die
Schülerin Caroline Pradler und der Schüler Julius Nickel hatten das
schon einmal vor der Stadtverordnetenversammlung ausgeführt und
begründet und haben damit Überzeugungsarbeit geleistet. Die
Stadtverordneten folgten diesem Vorschlag der Schülerinnen und Schüler
und den verschiedenen Kreisen der Schule. Sie beschlossen einmütig die
Namensgebung. Theodor Fontane - der Enkelsohn eines Hugenotten, wie wir
neudeutsch sagen, Abkömmling eines Migranten - war in der ausgehenden
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Romancier von Weltrang. Er ist
mit Balzac oder Tolstoi in einem Atemzug zu nennen. Meisterwerke sind u.
a. "Effi Briest" und "Der Stechlin". Fontane war ein herausragender
Vertreter des literarischen Realismus in Deutschland. Die "Wanderungen
durch die Mark Brandenburg" oder die Ballade "Herr von Ribbeck auf
Ribbeck im Havelland" sind Werke der Weltliteratur, die von vielen
Schülergenerationen in dieser Schule behandelt, gelesen und gelernt
wurden. Fontane war sehr vielseitig, so übersetzte er den "Hamlet",
schrieb Dramen, Gedichte, Biographien, Briefe, Tagebücher,
Theaterkritiken, Zeitungsartikel und programmatische Schriften. Heinz
Ohff, einer der zahlreichen Biographen Fontanes, nennt ihn in seinem
Werk, ich zitiere: "Er war einer der besten Journalisten unter den
deutschen Schriftstellern und bestimmt der beste Schriftsteller unter
den deutschen Journalisten." Fontane war als weltoffener Preuße, ein
hart arbeitender Schriftsteller, der sich seinen Rang in der
Weltliteratur schwer erkämpfen musste. Die Süddeutsche Zeitung schreibt
in einem Beitrag zum Fontanejahr 1998 in ihrer Ausgabe vom 14. April,
ich zitiere:"Was der Cervantes für die Mancha, ist Fontane für die Mark.
Er hat dem traditionell armen Land eine literarische Identität gegeben."
Einem Land der Mitte, wie er es sah, drin es nach Fontane ..." nie
Heilige gegeben, drin man aber auch keine Ketzer verbrannt hat." Soweit
zum literarischen Schaffen Fontanes. Nun zu seinen beispielgebenden
Tugenden, die ihn auch als Vorbild für Schüler und Lehrer der heutigen
Zeit und auch zukünftiger Generationen werden lassen. Er war ein Patriot
mit ausgeprägter Vaterlandsliebe, ein urgestandener Preuße
hugenottischer Prägung, der dem kleinen Manne im Dritten Stand mehr sein
Ohr schenkte als den Großen der Geschichte, der Fleiß, Bescheidenheit
und Korrektheit verkörpert, der immer strebend bemüht war, mit den
vielfältigen Widrigkeiten und Schwierigkeiten seines Lebens fertig zu
werden, der durch seine Reisen außerhalb Deutschlands Weltoffenheit
erlangte, der Ansehen und Achtung mit bescheidenen Mitteln erwarb. Eine
Biesenthaler Bürgerin sagte mir vor kurzem: "Fontane passt in die
heutige Zeit." Das sah u.a. auch Nobelpreisträger Günter Grass in seinem
Roman "Ein weites Feld" genauso. Nun der Anknüpfungspunkt Fontanes
zu Biesenthal. Er war hier! Ich zitiere aus seinen Wanderungen durch die
Mark Brandenburg: "Ich machte mich auf den Weg nach Prenden, in einer
gewissen Gehobenheit der Stimmung, als wanderte ich in altes,
romantisches Land. Und es ist auch ein altes, romantisches Land,
märkisch-romantisch. Von Biesenthal aus, einem Städtchen, dass
seinerseits wie eine holprige Idylle in der Talrinne des Finowflusses
liegt, haben wir noch eine halbe Meile, und diese halbe Meile führt
durch eine Art Musterstück heimatlicher Landschaft." Für dieses
Musterstück stehen heute die touristischen Highlights u.a. das
Biesenthaler Becken, der Wukensee oder die Wukuhlen. Eine andere
Biesenthaler Persönlichkeit meinte einmal, die Stadt sei bei Fontane
nicht gut weggekommen. Ich finde das Gegenteil ist der Fall. In seiner
ihm eigenen dichterischen Art hat er freimütig ein wenig Kritik an den
holprigen Straßen geübt, wohl um den Bestand seiner Wanderstiefel oder
den Rädern seiner Kutsche fürchtend, einem Zustand, an dem die
Stadtväter und Bürger auch 150 Jahre später noch zu knabbern haben,
obwohl erfreulicherweise nach der Wende schon sehr viel investiert
wurde. Die zweite Seite ist die Idylle, wozu im Duden steht: "Ländlich,
friedlich, einfach beschaulicher Zustand". Das ist ein Pfund, mit dem
die Stadt im touristischen Sinne wuchern kann. Was hätte er denn sonst
anderes beschreiben sollen, als diese Idylle. Es gab keine Burg, kein
Schloss, keinen Kaiser-Friedrich-Turm, das Fachwerkrathaus war hinter
Putz versteckt und die neue Schule noch nicht erbaut. Also gab es nur
Mitleid erregende Straßen und das angeführte Musterstück heimatlicher
Landschaft. Nebenbei bemerkt, Fontane hat an seiner Geburtsstadt
Neuruppin erhebliche Kritik geübt und trotzdem haben ihm die Bürger sein
vernichtendes Urteil nicht übel genommen und den Wanderer 1907 auf ein
Denkmal gesetzt.
Nun zu unserer Schule. Mögen die Stadtväter vor
über 80 Jahren vielleicht umstrittene Entscheidungen getroffen haben, im
Nachhinein ist festzustellen, mit dem Schulbau haben sie das Richtige
getan, sie haben, wenn auch auf Pump, in die Bildung investiert. Davon
haben inzwischen schon Generationen von Schülern profitiert. Erst nach
1990, als die ökonomische Situation es wieder erlaubte, haben die Oberen
der Stadt erneut erheblich in die Bildung investiert. Das liebevoll
restaurierte Kleinod Schule, mit seinen gut ausgestatteten
Fachkabinetten ist dafür ein beredtes Zeugnis. Die Straßen lassen sich
auch noch weiterhin nach und nach glätten. Würde heute Fontane nochmals
Biesenthal durchwandern, hätte er seine helle Freude an diesem
einladenden Bauwerk, das ab heute seinen Namen trägt. Die lange Zeit der
Namenlosigkeit hat gewollt oder ungewollt etwas Positives. Der Schule
blieben peinliche Umbenennungen erspart. Sie trug nie die Namen von
Despoten, Diktatoren oder zweifelhaften Politikern. Auch Kantor Bernhard
Schröder, ein gestandener Demokrat der Weimarer Zeit und hervorragender
Lehrer und Rektor dieser Schule in den ersten Jahren nach dem leidvollen
zweiten Weltkrieg, so glaube ich, hätte Wohlgefallen gehabt an dem neuen
Namen. In seiner Zeit war die Schule namenlos, aber es gab für ihn wohl
größere Sorgen, als einen passenden Namen zu finden. Der Mangel an
Lehrern, Lehrmitteln, Heizmaterialien und Schulspeisung war in erster
Linie zu bewältigen. Vielleicht war er aber auch weise genug zu wissen,
dass ein evtl. von oben oktroyierter Name nicht für die Ewigkeit hätte
sein können. Die Stadt Biesenthal hat seit Jahrzehnten eine immer noch
holprige Fontane Promenade, aber seit heute hat sie auch ein
symbolisches Denkmal, die "Theodor-Fontane-Oberschule". Alle Beteiligten
haben mit uns die Hoffnung und den Wunsch, dass sie weit in die Zukunft
als exzellente Bildungsstätte Bestand hat, in der das Engagement der
Lehrer wirken kann, in der aber auch immer ausreichend Schüler vorhanden
sein mögen, die auf das spätere Leben vorbereitet werden, die ihrerseits
eine Identität haben und stolz darauf sein können, in der
"Theodor-Fontane–Oberschule“ ihr Wissen erworben zu haben.
Mein
Appell richtet sich abschließend an die Bürgerinnen und Bürger des
Amtsbereiches, dazu beizutragen, dass immer genügend Kinder diese Schule
besuchen werden. Nochmals herzlichen Glückwunsch der Schule und der
Stadt zu dieser ehrenvollen Namensgebung. Ich danke Ihnen für Ihre
geschätzte Aufmerksamkeit.
Die Glückwunschadresse wurde
in der Festveranstaltung anlässlich der Namensgebung vom
Vorstandsmitglied des Heimatvereins und Autor, Herrn Otto Rogge,
vorgetragen.
Artikel anläßlich des Besuchs von Ministerin Johanna Wanka in der Heimatstube im Rathaus
Biesenthal
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Märkische Oderzeitung vom
24. April 2006 |
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Märkische Oderzeitung vom 30.6.2005
Ein ganzes Ende älter als Berlin ... Von Lars Franke
Biesenthal (MOZ) Der Heimatverein Biesenthal
pflegt Traditionen und verbreitet Wissen über eine Stadt, die auf
die Askanier zurückgeht. Als mit Albrecht dem Bär die Fürsten dieses
Geschlechts ins Land zwischen Elbe und Oder kamen, sicherten sie
sich ihre Macht mit einem wohldurchdachten System von Burgen. Zu den
ersten größeren Befestigungen gehörte offenbar auch Biesenthal.
Schon vor der deutschen Besiedlung lebten hier
Slawen. Sie betrieben Viehzucht und Ackerbau, gingen dem Fischfang
nach. Deshalb bauten Albrechts Nachfahren nicht auf der "grünen
Wiese", sondern in einer uralten Kulturlandschaft. Berlin dagegen
wurde etwa zur gleichen Zeit auf einem weitgehend menschenleeren
Gelände gegründet. So hat wahrscheinlich Biesenthal zumindest in
Sachen Alter hier die Nase vorn.
Der Platz in "bizdal" war gut gewählt, konnte
man doch vom Burgberg aus hervorragend die Handelsstraße
kontrollieren. Seit Menschengedenken waren auf der "via bizdal"
Kaufmannswagen und Landsknechts-Haufen unterwegs, um vom westlichen
und mittleren Europa in die osteuropäischen Fürstentümer zu
gelangen. Über Biesenthal ging es damals nach Oderberg und dann
weiter in Richtung Russland, Polen oder ins Baltikum.
Doch noch im Mittelalter wurde eine neue Trasse
angelegt. Nicht mehr über Oderberg, sondern durch das Finowtal
liefen nun die Transporte. Biesen-thal wurde ein
Ackerbürgerstädtchen. Der 30-jährige Krieg tat ein Übriges: Erst die
Pest und 1632 ein gewaltiger Stadtbrand entvölkerten den Ort
weitgehend. Auch die Burg ging damals in Flammen auf und wurde
später völlig abgetragen. Und dann gab es reichlich hundert Jahre
später wieder einen Brand, den nur eine Handvoll Häuser überstand.
1907 errichtete man auf dem Schlossberg den
Kaiser-Friedrich-Turm - zur Erinnerung an den 99-Tage-Kaiser. 1874
wurde unmittelbar neben dem Schlossberg eine Mineralquelle entdeckt.
Das führte zu einem bescheidenen, allerdings nur kurzzeitigen
touristischen Aufschwung.
Die Geschichte ihrer Stadt kennt Gertrud Poppe
aus dem FF. Die rüstige Rentnerin gehört dem Heimatverein an,
sammelt alles Mögliche und Unmögliche über die Biesenthaler
Historie, schreibt auf, was für kommende Generationen wichtig sein
könnte. Alles in ihrer Freizeit und unbezahlt. Inzwischen hat der
Verein etwa 25 Mitglieder. Ingenieure und Handwerker sind dabei, die
Schuldirektorin, ein Friseur und der Bürgermeister. Der
Jahresbeitrag liegt bei 30 Euro. Das älteste Mitglied ist 89, das
jüngste 40 Jahre alt.
Und genau da liegt nach Ansicht von Vereinschef
Hans-Georg Wieser das Problem: Der Verein ist überaltert. Mit 67 ist
der pensionierte Diplom-Ingenieur selbst gerade mal Durchschnitt.
Deshalb kümmert sich der Verein verstärkt um Nachwuchs. In der
Biesenthaler Hauptschule ist eine Arbeitsgemeinschaft im Entstehen.
Erste "Forschungsergebnisse" sollen Anfang September in einer
kleinen Ausstellung zum 80. Schuljubiläum der Öffentlichkeit gezeigt
werden.
Der Stolz des Vereins ist die Heimatstube im
Alten Rathaus. Seit 1995 nutzt der Verein das 250-jährige Gebäude.
Jeden Donnerstag - dann ist in Biesenthal auch Markttag - sind die
beiden Räume geöffnet. Und wer außerhalb dieser Zeit einen Exkurs in
die Stadtgeschichte unternehmen will, muss sich telefonisch
anmelden. Das gilt auch für Stadtführungen mit Gertrud Poppe.
Neben Geschichte hat die Hobby-Historikerin
auch Geschichten parat. Wie die vom selbsternannten Propheten
Philipp Rosenfeld, der in Biesenthal seine Hochburg hatte und hier
über besonders viele Anhänger verfügte. Im 18. Jahrhundert - zu
Zeiten von Friedrich dem Großen - rief der Laienprediger auf, Gott
als einzige Macht anzuerkennen. Friedrich II. als aufgeklärter
Monarch war zwar der Meinung, in Sachen Religion solle jeder nach
seiner eigenen Fasson selig werden, aber bitte in Grenzen. Die
gottgewollte Ordnung dürfe nicht in Gefahr kommen. "Jeder selbst ein
König", verlangte dagegen der umjubelte Rosenfeld. Die weltlichen
Obrigkeiten gehörten abgeschafft - egal ob Dorfschulze oder König.
Das brachte ihm erst Irrenhaus und später lebenslanges Zuchthaus
ein. In Biesenthal gab es noch lange nach seinem Tode eine Gemeinde
des umstrittenen Heiligen.
Vorträge zu Stadt und Region gehören zum
Programm des Vereins. Dazu trifft man sich monatlich im Gasthaus "
Zur Alten Eiche". Für manche ältere Mitglieder sind die
Vereins-Abende willkommener Anlass, wieder einmal "unter die Leute
zu kommen", sind wichtige gesellschaftliche Ereignisse im
Senioren-Alltag. Und wem das Gehen inzwischen schwerfällt, der wird
mit dem Auto abgeholt. Jährlich unternimmt der Verein Exkursionen.
Den historischen Stadtkern von Templin hat man sich angeschaut, in
Berlin die Nationalgalerie und das Mahlsdorfer Gründerzeit-Museum
besucht. Wann immer ein Heimat- oder Ortsfest in der Umgebung
stattfindet; der Verein ist mit einem Stand dabei. In diesem Jahr
auf jedem Fall wieder bei beim Wukensee-Fest im August.
Zur Zeit geht es den Vereinsmitgliedern auch um
die Nutzung des Schlossbergs. Zum 100. Jahrestag der Einweihung soll
der Kaiser-Friedrich-Turm wieder begehbar sein. Man hat sich mit dem
Schlossberg Verein e.V. "zusammengerauft" und will jetzt gemeinsam
an "einem Strang ziehen". Auch die Stadt hat erste Schritte in diese
Richtung getan. Die Anstrengung um den "100-Jährigen" lohnen sich
nach Meinung von Vereinschef Wieser allemal. Von dort oben hat man
einen der schönsten Blicke auf die Barnim-Landschaft rund um
Biesenthal.
Märkische Oderzeitung vom 14. Dezember 2004
Schlossbergturm in der Warteschleife Biesenthal (MOZ)
Den Biesenthaler Stadtverordneten sitzt die Zeit im Nacken. Der
Schlossbergturm soll zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2007 wieder
begehbar sein, Doch derzeit hat die Stadt kein Geld. Und die Anträge
des Schlossbergvereins liegen auf Eis. Hoffnungsvoll stimmt aber,
dass jetzt der Heimatverein und der Schlossbergverein im Hinblick
auf den Turm einen gemeinsamen Nenner gefunden haben. Der
Schlossbergverein will nicht nur einfach den Turm sanieren, sondern
den gesamten Schlossberg mit Leben erfüllen. Dabei geht der Verein
von der besonderen Bedeutung dieses Fleckens für die Stadt aus. Es
war der Sitz der Askanier, die vor nahezu 750 Jahren die Gegend
erobert hatten, so dass die Mark größer wurde. Die Slawen blieben
zum Teil, haben aber an Macht und Einfluss verloren.
Dem
Verein geht es darum sowohl den Berg mit den Resten der Burgruine
als Denkmal zu erhalten als auch Veranstaltungsräume für Seminare
und Vorträge zu schaffen. Demgegenüber sieht der Heimatverein allein
die Begehbarmachung des Turms als realistisches und machbares Ziel
an.
Da sich die Stadt letztlich nur für ein Konzept
entscheiden kann, blieb bisher vieles in der Schwebe. Das kann nun
anders werden, weil sich der Heimatverein grundsätzlich für die
Unterstützung des Konzeptes des Schlossbergvereins ausgesprochen
hat. Das wurde jüngst bei einer gemeinsamen Sitzung beider Vereine
bekundet. Gleichzeitig betonte der Vorsitzende Hans-Georg Wieser,
dass der Heimatverein in den Mittelpunkt die Begehbarkeit stellt.
Eine Bewirtschaftung der Anlage plane man jedoch nicht. Positiver
Tenor der Sitzung war, alle Kräfte für den Schlossbergturm zu
bündeln.
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